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Boris, was sagst Du dazu?

Boris, was macht eigentlich ein BikeHotel aus?
 
BikeHotels Magazin: Wir sind gerade dabei, die 2017er-Ausgabe unseres BikeHotels-Magazins zu produzieren.
Das Titelthema wird sich dieses Jahr mit der Frage beschäftigen, was uns BikeHotels ausmacht. Natürlich sollen dabei auch einige Mitglieder zu Wort kommen, unter anderem du. :)


BikeHotels Magazin:
Worin unterscheidet sich ein echtes BikeHotel Südtirol und von einem Bike-freundlichen Hotel?

Boris: Durch die Person, die dahinter steht.. Die/der Gastgeber/-in ist selbst schon mal viel auf dem Rad unterwegs, bietet topaktuelle und einwandfreie Leihräder, absolut sichere Stellplätze für die eigenen mitgebrachten Bikes und eine erstklassige Unterstützung bei der persönlichen Tourenplanung. Das restliche Angebot im Hotel ist ebenso darauf abgestimmt.

BikeHotels Magazin:
Welche Dienstleistung wird von euren bikenden Gästen am meisten in Anspruch genommen und warum?

Boris: Ganz klar die Hilfe bei der Tourenauswahl... Zig Internetportale sind übersät mit zu vielen Tourenvorschlägen. Ohne Ortskenntnis ist es schwer, die für sich passende von unpassenden zu unterscheiden. Dabei kommt es nicht nur auf die Schwierigkeit und den Untergrund an, im Vinschgau ist es auch die Jahreszeit. Zudem fehlen neue ausgewiesene Bikestrecken auf fast allen Karten, die im Handel erhältlich sind. Für einen 1A-Biketag ist die Mithilfe des Gastgebers notwendig, nicht zuletzt wissen wir auch um die Befahrbarkeit der Trails, die durch Waldarbeiten zeitweise eingeschränkt sein kann.

BikeHotels Magazin: Das professionelle Guiding ist die Königsdisziplin. Worauf kommt es beim Guiding wirklich an?

Boris: Alle müssen Spaß haben... ein guter Guide hält den schwächsten als auch den stärksten Teilnehmer bei Laune. Eine geführte Biketour ist kein Rennen oder Wettkampf und es muss immer Zeit sein, die Natur um Dich herum bewusst wahrzunehmen. Das ist bei zwei Männern schon nicht selbstverständlich…

BikeHotels Magazin:
Stichwort “Ride Fair” - inwiefern ist Sensibilisierung für euch ein Thema?

Boris: Die letzten Monate im Vinschgau waren sehr trocken und die Trails in einem schlechten Zustand. Es braucht wie in jedem Sport Regeln - den Trails, der Natur (Wald und Almwiesen) und der eigenen bzw. der Gesundheit der anderen zuliebe. Tourismus muss für mich nachhaltig sein, also resourcenschonend.. Naturtrails stehen auf Grundstücke Dritter, die uns alle trotz Haftungstragung kostenlos darauf fahren lassen. Gerade auch aus diesem Grund sollte jeder darauf bedacht sein, den Trail so zu hinterlassen, wie man ihn selbst gern als Eigentümer oder Biker vorfinden möchte.

BikeHotels Magazin:
Ein Bikegast will im Urlaub längst nicht nur Rad fahren. Wie wichtig sind ihm Wellnessangebot usw. und was wird am meisten genutzt?

Boris: Für mich sehr... Eine Massage unter freiem Himmel nach einer langen Tour ist natürlich deluxe, aber letztlich genießen die meisten meiner Gäste einfach nur den großen Park mit der Gartensauna und den verschiedenen Pools, abends dann das tolle Essen und ein paar Drinks. Ich denke mal, dass das so ein Paardings ist... Bei uns im Hotel ist es oft so, dass die Männer am Nachmittag mit der Seilbahn nochmal hochfahren, um alleine einen der Trails runterzuheizen, während sie derweil am Pool bleibt... So wie ich, wenn ich mit Susi im Urlaub bin;)

BikeHotels Magazin: eBiken und eMountainbiken sind voll im Trend - wie kann sich ein BikeHotel dem Thema öffnen und erfolgreich sein? Welche Anforderungen muss ein in Sachen eMTB spezialisiertes Hotel erfüllen?

Boris: Wir als Bikehoteliers müssen uns diesem Trend zwangsläufig öffnen. E-Bikes sind die Zukunft. Ein gutes Bikehotel muss die Aufgabe übernehmen, topaktuelle Modelle namhafter Hersteller zum Testen bereitzustellen und dadurch interessierten Gästen die Möglichkeit geben, sich auf ein solches Sportgerät zu setzen.
Ein E-Mountainbike, das am Nachmittag einfach mal Hoteleingang steht und Interessierten für eine kleine Testrunde zur Verfügung steht, würde viele dazu bewegen, die eigenen Stammtisch-Vorurteile zu überdenken.

BikeHotels Magazin: Wie wichtig ist es, dass der Gastgeber persönlich weiß, wovon er spricht und auch Touren selber führt

Boris: Bei einem Bikehotel setze ich das voraus.

BikeHotels Magazin: Ihr seid ja schon lange BikeHotel: Was hat sich in den vergangenen Jahren am meisten verändert?

Boris: Der zunehmende Pluralismus am Mountainbike: Es ist so vielfältiger geworden - Noch vor ein paar Jahren wussten meine Gäste nicht, ob Sie sich ein Hardtail oder ein Fully kaufen sollten. Heute muss man sich mal entscheiden, ob 27,5", 29" oder 650b plus, ein Fatbike, Alu oder Carbon, E-Bike oder nicht, 2- oder 4-Kolbenbremse, mit oder ohne Umwerfer, Klick- oder Plattform-Pedal, tubeless oder Schlauch, 140, 150 oder 170mm.... Es gibt Tourenbiker, Enduro-Biker, Downhiller, E-Mountainbiker... Beinahe alle tragen jetzt baggy, keine kurzen Stretchhöschen, Protektorrucksäcke, haben Vario-Sattelstützen und vergessen die Steckachsen zuhause. Wie einfach doch früher alles war;)

BikeHotels Magazin:
Gibt es “den typischen” Mountainbikegast/Rennradgast/Trekkingbikegast? Und wenn ja: wie lässt er sich am besten beschreiben?

Boris: Es gibt zwar keine Stereotypen, aber wenn Mountainbiker mit angelegten Protektoren am Hotel losfahren, hab ich immer meine Bedenken...;)
 
 
 
14.02.2017
Susanne
 
 
 
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